Tagesförderung in Hamburg

Übersicht

Wer nach der Schule keine Berufsausbildung machen kann, weder auf dem ersten Arbeitsmarkt noch in den Werkstätten richtig aufgehoben ist, für den kommt eine Tagesförderstätte (TaFö) in Betracht. Diese Seite soll einen Überblick über die Hamburger Tagesförderstätten ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit geben.

Überblick verschaffen

Die Tagesförderstätten unterscheiden sich erheblich in ihrer Struktur, ihren Öffnungszeiten und nicht zuletzt auch in ihren Angeboten. Es ist daher wichtig, sich einen guten Überblick zu verschaffen und die passenden Einrichtungen auszuwählen. Umgekehrt schauen auch die Einrichtungsleitungen, dass Klienten in die vorhandenen Gruppen passen. Eine Platzgarantie gibt es allerdings nicht.

Kennenlernen und Praktikum organisieren

Nach der ersten oberflächlichen Auswahl der Tagesförderstätten ist es notwendig und sinnvoll, sich einen Einblick vor Ort zu verschaffen. Dazu wird am besten ein ca. einstündiger Termin mit der Einrichtungsleitung ausgemacht. So erhält man einen Eindruck auf die Einrichtung, die Angebote, die Gruppe. Auch Fragen der Barrierefreiheit, des Pflege- und Assistenzbedarfs und ob dieser vor Ort geleistet werden kann, können so bereits angesprochen werden.

Teilweise gibt es auch bereits Kontakte zwischen den Schulen und den Tagesförderstätten sowie Ausflüge der Schulklassen in die Tagesförderstätten.

Ein richtiges Kennenlernen und Ausprobieren erfolgt dann am besten in einem Praktikum. Innerhalb meist einer Woche können die Jugendlichen so die Einrichtung selbst kennenlernen, in den Tagesablauf reinschnuppern. Auch die Einrichtung lernt den potentiellen Klienten besser kennen.

Oft ist eine Begleitung durch schulisches Personal oder Angehörige notwendig. Eine Busbeförderung, ggf. mit Begleitperson, kann über die Schule organisiert werden - dies muss aber rechtzeitig (ca. 6 Wochen vorher) beantragt werden.

Kostenübernahme klären

Die Kosten für die Tagesförderstätte (sowie der Busbeförderung) werden über die Eingliederungshilfe getragen. Zuständig ist das Zentrum für Teilhabe. Bei minderjährigen Jugendlichen ist gegebenenfalls eine Eigenbeteiligung der Eltern zu leisten.

Die Bearbeitung der Kostenübernahme kann dabei durchaus 6 bis 9 Monate dauern, wobei insbesondere die Erstellung des Gutachtens durch das Gesundheitsamt (Jugendpsychiatrischer Dienst) sehr lange braucht. Der Antrag sollte daher rechtzeitig und nicht erst nach der Entscheidung für einen konkreten TaFö Platz erfolgen.